
Bundesregierung veröffentlicht Bildungsbericht; BIBB veröffentlicht dazugehörigen Datenreport
Die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt wirkt sich auch auf den Ausbildungsmarkt aus: Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen (betrieblich und außerbetrieblich) ging 2024 im Vergleich zum Jahr zuvor um 1,2 % auf 556.100 zurück; die Zahl der neu geschlossenen Ausbildungsverträge ist mit 486.700 ebenfalls leicht rückläufig (-0,5 %) – wie der jetzt von der Bundesregierung verabschiedete und vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend veröffentlichte Bildungsbericht 2025 ausweist. Eine der größten Herausforderungen war und ist es demnach, Betriebe und junge Menschen zusammenzuführen, die Schere zwischen Angebot und Nachfrage zu schließen, wie auch unsere im August veröffentlichte Ausbildungserhebung zeigt.
Der zeitgleich zum Bildungsbericht vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) veröffentlichte Datenreport 2025 widmet sich in einem Schwerpunktthema der Einwanderungsgesellschaft. Denn, so Friedrich Hubert Esser, Präsident des BIBB, „trotz der leicht erhöhten Nachfrage junger Menschen nach einer dualen Berufsausbildung bleiben viele Ausbildungsstellen unbesetzt und die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber, die bei der Ausbildungssuche erfolglos waren, ist gestiegen.“ Drei Millionen Menschen unter 35 Jahre seien zudem ohne Berufsausbildung, eine Million junger Menschen befinden sich weder in Schulausbildung, Ausbildung, Studium noch im Erwerbsleben. „Die berufliche Bildung müsse sich deshalb zwingend weiterentwickeln und mit Angeboten flexibler, inklusiver und exzellenter werden.“ Das Schwerpunktthema betrachtet daher in verschiedenen Facetten, inwieweit das deutsche Berufsbildungssystem Zugänge, Teilhabe und Integration und damit den Bildungserfolg von Menschen – mit und ohne Einwanderungsgeschichte – fördert bzw. ermöglicht.
